Beratung zur Einführung und Nutzung von Whistleblowing Systemen:

 

 

In der Schaffung einer sanktionsfreien innerbetrieblichen Hinweismöglichkeit liegt die Chance, den unschlüssigen oder bereits zum externen Whistleblowing geneigten Hinweisgeber zur Nutzung des internen Systems zu bewegen, da dieser aufgrund der für ihn unsicheren Rechtslage bei Behördenanzeigen nie sicher einschätzen kann, inwiefern ein externer Hinweis für ihn negative Konsequenzen nach sich ziehen wird.Neben der Prävention der Begehung von Straftaten und Richtlinienverstößen würde durch die Schaffung eines von den Mitarbeitern angenommenen Whistleblowing - Systems auch externen Meldungen vorgebeugt werden. Es ist davon auszugehen, dass sich gewissenhafte Mitarbeiter nicht von heute auf morgen an die Presse oder Behörden wenden, sondern dies eine Reaktion auf über einen längeren Zeitraum anhaltenden Erfahrungen wie Nichtachtung, Zurückweisung und andere Frustrationen wäre. Darüber hinaus hat die Implementierung interner Systeme zur Folge, dass höhere Anforderungen an einen externen Whistleblower gestellt werden könnten, sodass diesem gegebenenfalls nach dann unrechtmäßigem externen Whistleblowing gekündigt werden könnte bzw. dieser sich sogar bestenfalls tatsächlich intensiver um eine interne Abhilfe bemühen würde und hierdurch das nach Außendringen von sensiblen oder rufschädigenden Informationen vermieden werden könnte.

 

Die Schaffung eines Whistleblowing Systems stellt also eine Investition in die Reputation des Unternehmens dar, mit der bestehenden oder potentiellen Kunden und Geschäftpartnern eine glaubwürdige Nichtausbeutungsabsicht signalisiert werden kann.

 

Die konkrete Ausgestaltung des Whistleblowing Systems sollte sich an den individuellen Anforderungen eines Unternehmens orientieren. Grundvoraussetzungen für die Effektivität eines Systems sind, dass die Kosten niedrig gehalten, Kompetenzkonflikte ausgeschlossen und die Datenschutzbestimmungen eingehalten werden.